Umgang mit Behinderung 9mSTOLBERG. Sie wollen kein Mitleid, sie wollen Mitfreude. Horst Boltersdorf und der Verein Gips S&L versuchen, die Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung abzubauen. Dahinter steckt die Idee, behinderte und nichtbehinderte voneinander lernen zu lassen. Sie ermöglichen Menschen ohne Handicap zu spüren, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben. Damit wollen sie das Verständnis füreinander zu fördern. (Aylin Sarisin, Klasse 6)

Dass Florian mit Handicap lebt, erkennen die Schüler nur daran, dass er in einem Rollstuhl in ihr  Klassenzimmer gekommen ist. Und Florian hat einige Freunde mitgebracht. Unter anderem Horst, Josef, Hartmut, Anna und Chris. Horst ist blind, Josef ist taub, Hartmut kann nicht mehr sehr gut sehen, ebenso wie Anna. Als Chris seine 2 Handicaps vorstellt, hat er das Lachen der Schüler sicher. „Ich bin kleinwüchsig und Holländer.“ Chris ist wie seine gehandicapten Freunde Mitglied der Gruppe  GIPS S&L. Was diese komische Abkürzung bedeutet, erklärt Horst den Schülern. ,,Gips heißt: Gehandicapte Information Projekt Schulen‘‘. Das ist eine Organisation, die vor 28 Jahren in den Niederlanden gegründet wurde und deren Mitglieder sich zum Ziel gemacht haben, Menschen mit Behinderung in die Gemeinschaft  einzubinden.  Sie tun dies, indem sie Kinder ab dem sechsten Schuljahr erleben lassen, wie es ist, behindert zu sein. Sie gehen in die Schulen und beantworten dort alle Fragen, die Kinder so stellen, und hoffen so, Schüchternheit, Hemmungen und auch Vorurteile bei den Heranwachsenden abbauen zu können. Und sie wollen vorführen, was möglich ist in der Welt der Unmöglichkeiten eines behinderten Menschen. Sie tun dies, indem sie Kinder ab dem sechsten Schuljahr erleben lassen, wie es ist, behindert zu sein. Sie laden die Kinder in dieser ganz besonderen „Unterrichtsstunde“ also etwa ein, mit ihnen Bücher in Brailleschrift zu lesen, um einen Eindruck davon zu bekommen, was für blinde Menschen Alltag ist; oder sie lassen die Schüler sich in einen Rollstuhl setzen und so erfahren, wie viel einfacher es doch ist, wenn man sich auf zwei Beinen fortbewegen kann; man lernt mit Josef die Gebärdensprache kennen und lernt sogar, wie man seinen Namen in Gebärde zeigt; mit Anna  spielen die Sechstklässler Geräuschmemory,  und sie machen Erfahrung mit dem Parkinson-Simulator – für die Schüler der Klasse sehr eindringliche Einblicke. Trotzdem wurde es sehr schön und interessant, allen Schülern hat es sehr viel Spaß gemacht, wir bedanken uns bei dem Verein Gips für diesen Besuch und wir hoffen, dass durch dieses Projekt Menschen mit Handicap mehr gewürdigt werden. (Aylin Sarisin, Klasse 6)

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